Mädchenausflug nach Oldenburg

7. April 2015 Aus Von Cordula

P1040093Zusammen mit anderen Mädchen verschiedener Freizeiteinrichtungen Bremerhavens stand am 1. April ein Ausflug in das Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg mit Besuch der Sonderausstellung “Weil wir Mädchen sind” und anschließendem Shopping auf dem Programm.

Ein Erlebnisbericht:
Neun Mädchen und zwei Mitarbeiterinnen aus dem DLZ, und sechs Pädagoginnen und 16 Mädchen aus vier verschiedenen Freizeiteinrichtungen des Magistrats fuhren gleich morgens mit dem Bus „Wesersprinter“ nach Oldenburg.

In der Ausstellung „Weil wir Mädchen sind“ konnten wir anhand der Lebensläufe dreier Mädchen mit unterschiedlichen Nationalitäten erfahren, wie diese in ihren Ländern leben, so z.B. in Afrika/Mali, Asien/ Indien und Südamerika/ Ecuador.

In der Abteilung „Afrika“ durften wir einen Brunnen bedienen, in dem „schwere“ Sprüche an Säcken hingen, wie z.B.: „Das letzte Wort hat der Mann“ oder „Sex mit einer Jungfrau heilt Aids“. Auch hatten wir dort die Möglichkeit, einen Eimer mit „Wasser“ auf dem Kopf auf einem Stoffring zu balancieren und damit zu laufen. Es standen auch Trommeln zur Verfügung, die die Besucher/innen ausprobieren konnten. Über das spielerische Einrichten eines europäischen Hauses und einer afrikanischen Hütte wurde uns der krasse Unterschied deutlich. Es gab auch einen Raum, wo die Beschneidung von Mädchen anhand von Schaubildern und über Tonaufnahmen erklärt wird. Wir haben mit großem Interesse, aber mit ebenso großem Erstaunen geschaut und erfahren, was die Betroffenen erleiden müssen. Auf jeden Fall werden wir das Thema beim nächsten Treffen unserer Mädchengruppe weiterbesprechen; es hat uns sehr berührt!

In der Abteilung „Indien“ konnten wir uns mit den typisch indischen Saris, Tüchern , Schuhe und Schmuckverkleiden. Es konnte jede ihren Namen in indischen Buchstaben schreiben und mitnehmen.

In der Abteilung „Ecuador“ konnten wir einen Webrahmen ausprobieren. Außerdem beschreibt ein Mädchen das Leben der jungen Mädchen, die mit 13 Jahren vom Land in die Stadt geschickt werden, um dort in Familien als Hausmädchen zu arbeiten. Sie haben überhaupt keine Rechte und sind dem Willen des Hausherrn völlig ausgeliefert. Sie haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren, weil dann ihre Familie hungern muss.

Nachdem wir die Ausstellungsbesichtigung beendet hatten, sammelten wir uns im Souvenirshop des Museums und stöberten hier noch ein wenig herum. Dann gings weiter ins Zentrum von Oldenburg zum Shoppen und Essen. Die Zeit verging wie im Fluge, und so mussten wir zum Schluss zur Bushaltestelle rennen, um noch einen Sitzplatz zu ergattern. Alle waren zufrieden und müde als wir gegen 19:30 Uhr wieder am Hauptbahnhof in Bremerhaven ankamen.

Was es Interessantes in der Ausstellung zu bestaunen gab, und wie viel Spaß wir Teilnehmerinnen beim Shopping hatten, seht Ihr auf den folgenden Fotos!

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